Mittwoch, April 26, 2006

 

Enteral21: Drei Engel hängen an der Nadel

O, ich liebe den investigativen Journalismus der ÖR! Besonders wenn eine Stelle aus einem 100-seitigen fotokopierten Dokument abgefilmt, eingekringelt mit hektischem Redakteurs-Tikky und mit dem Stabilo-Textmarker neongelb hinterlegt wird. Gleichzeitig liest eine ernste Frauenstimme, in vollem Bewusstsein des nahenden Untergangs der Welt, Europas, Deutschlands oder mindestens des Gesundheitssystems, diese Fundstellen vor, gleichzeitig werden die Buchstaben des Textes auf den Bildschirm projiziert, als würde man Egon-Erwin Kisch bei der Arbeit über die Schulter blicken.

So ein Beispiel gab es am 25.4.06 im ZDF, die Reporterin Anke Becker-Wenzel (»erstaunlich wenig eigene Meinungsfreude« schrieb die FR 23.8.05) hat einen Skandal aufgedeckt, eine Verschwörung von »Pharma-Lobby« und »Mainstream-Medizin«: Frührentnerinnen mit Kopfschmerzen müssen ihre Akupunktur-Behandlung aus eigener Tasche bezahlen. Skandal!

Hier das Enthüllungsvideo: Frontal21 »Akupunktur sticht Schulmedizin«

Der beliebte Charité-Prof Willich (Zitat: »Aber wer will schon auf seine Einkommensmöglichkeiten verzichten«) wird als Experte geladen, äußert seine Verschwörungstheorie und lässt im Nebensatz die Zahl fallen, die der eigentliche Skandal ist: 1 Milliarde Euro, das Bruttosozialprodukt von Hamastan, habe seine »Studie« gekostet. Die Technikerkrankenkasse TKK sowie 13 weitere Krankenkassen werden sie durch ihre Mitgliedsbeiträge bezahlt haben. Herausgekommen ist dabei: Hypochonder finden es gut, wenn man sie auszieht und ein wenig piekst, und sie finden es nicht so gut, wenn man ihnen Tabletten gibt. (Denn die haben ja Wirkungen, die angeblichen Nebenwirkungen). Diese Erkenntnis war einigen Krankenkassen 1 Milliarde Euro wert.

Über die große, große Studie wird viel geschrieben, nur geschrieben ist sie anscheinend noch nicht so ganz. Nur diesen Satz, ein Meta-Satz, sollte man sich den wissenschaftstheoretischen Pädagogen von Enteral21 in den Pschyrembel schreiben »Das Ende der Studie ist für Oktober 2008 vorgesehen oder früher, wenn Akupunktur vorher zur Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen wird.«

Und das waren die Drei Engel für den Scharlatan, die nicht einen kritischen Aspekt an diesem spannenden Thema finden konnten. Frisch von der Uni aus der Wiedertäuferstadt Münster: Dana Nowak und hat schon so viele Bücher geschrieben. Chapeau. »Dana Nowak; Jahrgang 1978; Studium der Kommunikationswissenschaft, Politikwissenschaft und Geschichte in Münster; seit 2004 Trainee beim ZDF in der Redaktion von »Frontal21«, u.a. mit dem Themenschwerpunkt Gesundheitspolitik« (terrashop.de) Schön, dass man als Gesundheitspolitik-Expertin keine Ahnung von Naturwissenschaften und keine Ahnung von Medizin haben muss. Für das christliche Medienmagazin »pro« schreibt sie Musikrezensionen.

Anke Becker-Wenzel, die das Mikrofon hält und vor täglich wechselnden Hintergründen spricht: »Die Ereignisse um den Film [Submission] haben auch hier eine Diskussion ausgelöst, die offensichtlich längst überfällig war. Der Skandal ist nicht der Film, sondern das, was wenige Extremisten, islamische auf der einen, und Ausländerhasser auf der anderen Seite, mit ihm gemacht haben.« Anmerkung Humbugtheorie: Das »Ereignis um den Film« war die Ermordung des Regisseurs Theo van Goghs.« Frontal21: Geschlagen und missbraucht

Die Redakteurin Astrid Randerath, hat sich mit ihren Gastrotests bei Marcellino’s nebenher einen Freifressschein erschrieben. Als Mittdreißigjährige wird sie 1997 von der Heinz-Kühn-Stiftung (Das Land NRW fördert junge Journalisten, vorzugsweise solche in den ÖRs) in Honduras finanziert und liefert eine Gewerkschaftsschmonzette ab, die Naomi Kleins Globalisierungskritik vorwegnimmt. Den langen Weg bis zur ihrer Quasi-Verbeamtung beim ZDF beschreibt die sympathische Ex-Langzeitstudentin Spanisch, Germanistik, Komparatistik, Politik und Pädagogik als »Ochsentour«.

Link: Ärzteschaft kritisiert die Aufnahme der Akupunktur in die Kassenleistungen Zitat: „Wer an die medizinische Sinnhaftigkeit von Akupunktur glaubt, sollte diese Leistung privat bezahlen. Die solidarische Krankenversicherung darf nur Leistungen finanzieren, deren Wirksamkeit überzeugendnachgewiesen ist!“ Dr. Ulrich Thamer, Erster Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe. „Angesichts der Tatsache, dass wir schon erhebliche Schwierigkeiten haben, überhaupt die Grundleistungen in der ambulanten Versorgung zu finanzieren, können wir uns nicht ein ‚immer mehr‘ und schon gar nicht ein Mehr an unwissenschaftlichen Verfahren leisten.“

Donnerstag, April 13, 2006

 

Ostern

Immer wenn ein hoher christlicher Feiertag ansteht, gehen Esoteriker und Nazis ihre unheilige, neopaganistische Allianz ein. Alljährlich zu Ostern wird die angebliche »germanische« Möchtegern-Göttin »Ostara« ins Feld geführt, die dem Fest den Namen gegeben haben soll. Humbug! Ostern ist eine Verballhornung von festum festorum, der lateinischen Bezeichnung für das Osterfest. Eine germanische Göttin des Namens »Ostara« ist nirgends belegt; eine ähnlich klingende Figur namens »Eostra« ist eine Erfindung des englischen Mönches Beda Venerabilis (673-735), wie der mittlerweile emeritierte Volkskunde-Professor Dietz-Rüdiger Moser nachwies. Aus dieser fiktiven Eostra mutmaßten die Märchenonkel Jacob und Wilhelm Grimm im 19. Jhdt. die Frühlingsgöttin Ostara.

Nichtempfohlener Link: Die Techniker Krankenkasse TKK erzählt ihren Heidenkindern das Ostermärchen von »Ostera«. Typisches Blabla auf Wikipedia-Niveau. Der Autor schreibt, als habe er noch nie eine Kirche von innen gesehen.

Empfohlener Link: IDGR Wohin die Neuheiden zu Ostern pilgern.

Mittwoch, April 12, 2006

 

PIGASUS Awards 2006


Der 1. April war der Tag des Pigasus-Awards, verliehen von James Randi. Die Preisträger 2006: Brenda Dunne vom PEAR Laboratory in der Kategorie Wissenschaftler mit der lächerlichsten Äußerung über Okkultes, Paranormales oder Übernatürliches. Sie vertreibt sich ihre Zeit in Princeton mit »Forschungen« über Telekinese. (Man hat sich ihr Labor so vorzustellen, wie das von Dr. Peter Venkman (Bill Murray) in »Ghostbusters« (s. Bild).

In der Kategorie Öffentliche Organisation, die den überflüssigsten okkulten, paranormalen oder übernatürlichen Unsinn finanziert, siegte der Stadtrat von Auckland, Neuseeland. Hier hatte man umgerechnet rund 1800 US-Dollar öffentliches Geld übrig für die Unterstützung der Foundation For Spiritualist Mediums (FSM), die Kurse gibt, wie man mit den Toten kommuniziert.

Der dritte Pigasus ging an ABC-TV für die Berichterstattung, die die unverschämtesten okkulten, paranormalen oder übernatürlichen Behauptungen als Tatsachen darstellt. Hier geht es um die PR-Unterstützung der ABC für den brasilianischen Scharlatan João Teixeira, auch bekannt als »John of Gods«.

Schließlich gewann Allison DuBois in der Kategorie Medium, das mit minimalem Talent, die meisten Leute foppt einen PIGASUS. Sie konnte ihre Selbst-»Gespräche mit den Toten« an NBC verkaufen, die daraus die beliebte TV-Serie »Medium - Nichts bleibt verborgen« strickte. (Seit März auf Kabel 1)

Und schließlich gab es noch ein Preis für die hartnäckigste Realitätsleugnung. Den konnte das Journal of Reproductive Medicine absahnen. Hier weigert man sich immer noch die offensichtlich gefälschte Arbeit »Does Prayer Influence the Success of IVF-Embryon Transfer?« zurückzuziehen und zuzugeben, dass man Scharlatanen aufgesessen ist.

Nominierungen für deutsche Kandidaten werden gern entgegen genommen.

 

Pauli im Halbfinale


Mea culpa. Aber heute falle ich mental zurück in die Zeit archaischer Stammesriten. Heute, Anpfiff 20.30 Uhr, spielt der FC St. Pauli gegen die Neosino-geschmierte Mannschaft von Bayern München. Ich habe meine Fetische aufgereiht, trage das mindestens 15 Jahre alte Gegengeraden-Zecken T-Shirt unter dem Anzug, drapiere meinen mittlerweile politisch unkorrekten »Wilhelm-Koch-Stadion«-Fanschal auf der Hutablage und rufe die Heiligen an, den Seligen Volker Ippig, den Einsiedler Stefan Studer, den Vollstrecker Ivan Klasnic, möge ihr Segen meine geliebte Gurkentruppe beflügeln sowie das »Hamburger Wetter« beeinflussen und Blitzeis unter den Füßen Oliver Kahns entstehen lassen. Und vielleicht lege ich mir doch noch eine Voodoo-Puppe zu. ... Morgen bin ich wieder normal. Versprochen.

Nachtrag: Trotz eines beeindruckenden Spiels verlor der FC St. Pauli 0:3. Womit bewiesen ist, dass die oben genannten Beschwörungen nicht wirken. Auf eine weitere Saison des Leidens in der Regionalliga.

Freitag, April 07, 2006

 

Schmock-Alarm!

Eine herrliche Vokabel, deren deutsche Leo-Übersetzung »selbstgefällig« nur unzureichend trifft, ist das kleine böse Adjektiv »smug«. Ein Thema, das in der South-Park-Folge Nr. 141 »Smug Alert!« thematisiert wurde. (Hat tip: James Taranto, Opinion Journal) Nach einem Anfall von smugness beginne man, mit geschlossenen Augen zu reden und findet Gefallen daran, »die eigenen Fürze zu riechen« (Kyle).

Auslöser für die extrem gesteigerte Selbstgefälligkeit war die Anschaffung eines Hybrid-Autos. Aus dem real existierenden Toyota Prius wurden im fiktiven South Park ein Pious (dt.: fromm), aus dem Honda Insight ein Hindsight (etwa: Besserwisser).

Während Hindsight ein eher philosophisch-psychologisches Phänomen ist, das Eingang in den skeptischen Garten gefunden hat, macht das Reden mit geschlossenen Augen den Menschen erst zum Philosophen, wie die folgende Anekdote belegt!

Wittgenstein, the Meme Man?
[…] Richard Dawkins discussed his idea of the ‘meme’ (not the same but similar in pronunciation to ‘gene’). A ‘meme’ is to culture what a ‘gene’ is to biology; a shared trait that travels from generation to generation. Memes, however, are learned behaviour and can travel not only longitudinally down generations, but also horizontally within generations as would a virus in an epidemic. Of interest though is that the article begins with a story of long, long ago in an Oxford tutorial. Dawkins had a student who, when faced with a difficult question would “screw her eyes tight shut, jerk her head down to her chest and then freeze for up to half a minute before looking up, opening her eyes and answering the question with fluency and intelligence.” Amused, Dawkins described this behaviour to a colleague in the philosophy department. The philosopher responded: “That’s Wittgenstein!” and then identified the student as a child of two philosophers, both of whom had studied with Wittgenstein. The behaviour had passed from Wittgenstein, via one or both of her students to Dawkins’ student. Might Wittgenstein have been the source of Dawkins’ idea of the ‘meme’?
(Quelle: Philosophy Now.)

PS: Die South-Park-Folgen gibt es im US-iTunes Store. Einige Bilder, Sounds (Smug-Clooneys Oscar-Rede) und Quicktime-Movies umsonst und draußen auf der South Park-Site.

Mittwoch, April 05, 2006

 

Doktorspiele

Der Begriff »junk science« wird vom deutschen Pendant »Pseudo-Wissenschaft« nicht ganz adäquat wiedergegeben. Einen brauchbaren Definitionsansatz liefert die Website fallacyfiles.org: »This is what’s called “advocacy research” or “junk science”, since it’s funded by advocates who’ve already decided what results they want.« (Quelle: Gary N. Curtis, fallacyfiles.org - Sentence First - Verdict Afterwards)

Männer und Frauen in weißen Kitteln, die etwas beweisen wollen, betreiben, auch wenn sie Doktor- oder Professoren-Titel tragen, keine Wissenschaft, sondern »junk science«. Richtige Wissenschaft stellt zwar Hypothesen auf, ist aber vorurteilsfrei.

Dienstag, April 04, 2006

 

Es schadet doch! Der Fall Dominik

Im Rahmen der ARD-Themenwoche Krebs wurde gestern eine SWR-Dokumentation von Beate Klein über die Machenschaften des Dr. Matthias Rath und das unnütz qualvolle Sterben des krebskranken Dominik wiederholt, Titel »Der Fall Dominik - Vom Geschäft mit der Krebsangst«. Den Worten von Prof. Heribert Jürgens von der Uniklinik Münster kann man sich vorbehaltlos anschließen: »Es macht wütend, immer wieder zu erleben, auf wie viel Resonanz Scharlatanerie in unserer Gesellschaft stößt. Denn das was da geschehen ist, ist ja nichts anderes als das Geschäft mit der Hoffnung.« Besonders widerlich war das zynische Grinsen des »ausgestiegenen« Multilevelmarketing-Drückers, unerträglich die Dummheit der Rath-Kundschaft, jenseits aller Menschlichkeit die Geldgier des Pharma-Unternehmers.

 

Galphimia: Wenn es wirkt, dann nicht homöopathisch

Edzard Ernst, der englische Professor für Komplementärmedizin, erwähnt in einem Stern-Artikel ein vorgeblich homöopathisches Mittel, das wirken soll. Dabei handelt es sich um relativ schwach verdünntes Galphimia glauca, das gegen Pollinosis, also Heuschnupfen eingesetzt wird.

Die Untersuchungen über Galphimia führte in Deutschland unser beliebter Buchautor und Forschungsleiter der Carl-und-Vroni-Stiftung Dr. med. Wiesenauer durch. Nicht dass seine Untersuchungen ohne Kritik geblieben wären: So wurde bemängelt, dass die Untersuchungen nicht mit dem Pollenflug-Kalender synchronisiert wurden. Denn: je weniger Pollen, desto weniger Heuschnupfen. Da liegt ein klarer und unbezweifelter Kausal-Zusammenhang vor. Aber auch sonst bleiben wie immer viele Fragen offen.

1. Phytopharmaka sind keine Homöopathika!
Galphimia (ehemals: Thryallis) glauca ist der mexikanische Kleine Goldregen. In der Konzentration, in der es in angeboten wird, könnte es sich um ein schwaches Phytopharmakon handeln, also gerade nicht um ein klassisches homöopathisches Mittel.

2. Wo bleibt das Simile-Prinzip?
Dass der aus Mexiko stammende Kleine Goldregen (nicht zu verwechseln mit unserem Pferdekiller-Goldregen Laburnum anagyroides) gegen Heuschnupfen wirkt, konnte übrigens der alte Hahnemann noch nicht ahnen. Auch würde ich gern wissen, wer hier denn das vielbeschworene Simile-Prinzip formuliert hat.

3. Weshalb noch »Anamnese«?
Auch die Indikation des Goldregens bei Heuschnupfen spricht gegen ein weiteres homöopathisches Prinzip, die so genannte »personotrope« Medikation, dh. ein individuelles Medikament wird speziell einer individuellen Person zugeordnet, da diese beispielsweise ein Hundescheiße-Typ ist und entsprechend verdünnte Hundescheiße in Globuli-Form einwerfen darf. (Kein Scherz! Excrementum caninum, vulgo Hundescheiße, ist das Mittel erster Wahl für den unterdrückten Proletarier!)

4. Dosis-Response-Wirkung
Übrigens: Die Homöopathie wäre bewiesen, wenn die Linderung zunimmt, je weniger Substanz im Medikament vorhanden wäre. Sollte aber der Kleine Goldregen lediglich eine neuentdeckte Heilpflanze sein, die bislang nur homöopathisch vermarktet wird, so sind in absehbarer Zeit auch »schulmedizinische« Präparate aus den Inhaltsstoffen des Kleinen Goldregens zu erwarten.

Dh. der Kleine Goldregen Galphimia wäre kein klassisches Homöopathikum, sondern eine veritable Heilpflanze. Wenn Galphimia gegen Heuschnupfen wirkt, dann gerade nur deshalb, weil es nicht homöopathisch verabreicht wird.

Und so schließt Edzard Ernst seinen Stern-Artikel: »Mehr bleibt nach Sichtung der vorliegenden Daten von der Vielzahl der angebotenen komplementärmedizinischen Verfahren unter dem Strich nicht übrig.«

Und es entsteht wieder einmal der Eindruck, dass die so genannte homöopathische »Forschung« hauptsächlich »Marktforschung« ist.

Montag, April 03, 2006

 

Times: »Sinkende Impfbereitschaft schuld am ersten Maserntoten seit 14 Jahren«

In England, so berichtet das Antibürokratieteam, ist es zu einem dramatischen Anstieg der Maserninfektionen gekommen, der bereits ein erstes Todesopfer gefordert hat. Ein 13-Jähriger ist seit 14 Jahren das erste britische Masern-Todesopfer, er starb an einer einer Infektion des zentralen Nervensystems als Reaktion auf das Masern-Virus. - Besorgniserregend ist das Fallen der britischen Durchimpfungsquote auf circa 80 Prozent. Die Staaten sind von der Weltgesundheitsorganisation WHO angehalten, Durchimpfungsraten von über 95 Prozent zu erzielen. (Quelle: Times: Decline in MMR uptake blamed for measles death.) Deshalb aus gegebenem Anlass ein Link auf die Seite Impfinformationen.de

NACHTRAG Spiegel online berichtet über die aktuellen deutschen Masernfälle: »Masern-Epidemie an Rhein und Ruhr +++ In Nordrhein-Westfalen haben sich mehrere hundert Kinder und Jugendliche mit den Masern angesteckt. Mediziner sprechen inzwischen von einer Epidemie und haben eine umfassende Untersuchung eingeleitet. +++ Duisburg/Düsseldorf - Rund 350 Kinder und Jugendliche, die meisten im Alter von 12 bis 18 Jahren, haben sich an Rhein und Ruhr mit den Masern infiziert. Experten wollen die Ausbreitung der Krankheit jetzt näher untersuchen: Epidemiologen des Berliner Robert-Koch-Instituts (RKI) und des Landesinstituts für den öffentlichen Gesundheitsdienst (LÖGD) wollen am morgigen Dienstag an einer Duisburger Gesamtschule mit Nachforschungen beginnen.« Quelle: SPON, 3. April 06

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